Geige lernen als Erwachsener, geht das? + Anfänger Anleitung

"Als ich die Geige genommen habe, haben sie gelacht, als ich angefangen habe zu spielen, aber nicht mehr!"

Hier ist die komplette Anleitung für Erwachsene und Anfänger die Geige lernen wollen.

Du wirst lernen:

Ob man als Erwachsener noch Geige spielen lernen kann.

Was du brauchst (Material, Noten etc.) um jetzt Violine anzufangen und wie / wo du es lernen kannst.

Egal wie alt oder begabt du bist.

Lasse uns anfangen.

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1. Älter und Begabung

Diese Frage bekomme ich immer wieder: "Bin ich nicht zu alt um Geige zu lernen?"

oder: "Bin ich begabt genug, um ein kompliziertes Instrument wie die Geige lernen zu können?"

Ich selbst bin professioneller Geiger, spezialisiert auf Erwachsenenunterricht und Autor des Buchs „Geige lernen mit Erfolg als Erwachsener.“ Daneben gebe ich viele Solo-Auftritte, spiele aber auch sehr gerne im Orchester oder kleinem Ensemble.

Antoine Morales mit Rainer Calmund bei ProSieben

Ich habe vielen Erwachsenen beigebracht, das Geigespielen erfolgreich zu erlernen, und ich kann dir eines sagen:

Jeder kann Geige lernen, egal wie alt oder begabt er ist.

Das Problem ist, dass viele Erwachsener versuchen, Geige ohne eine richtige Methode zu erlernen oder mit einer falschen Methode, die für Kinder gedacht ist.

In diesem Artikel und Videos zeige ich dir, welche Methode dich wirklich weiterbringt und alles, was du dafür brauchst, aber das Wichtigste ist erst einmal, dass dir eines klar wird:

Auch du kannst erfolgreich Geige lernen!

2. Wann sollte man mit Geige spielen anfangen?

Viele denken, man könnte Geige nur richtig lernen, wenn man als Kind damit beginnt. Diese Menschen irren sich gewaltig. Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell und gut erwachsene Geige lernen.

Eigentlich habe ich viele Erwachsene unterrichtet, die viel schneller als Kinder Geige spielen lernten.

Hier ist z. B ein Video von meiner Schülerin Julia nach nur 6 Monaten Unterricht mit mir:

Aber vielleicht bist du älter als Julia und fragst dich, ob du nicht zu alt bist?

Also ich habe mehrere Schüler, die Rentner sind, und die lernen alle erfolgreich Geige.

Also es ist nie zu spät:

Die beste Zeit für dich, das Geige spielen zu lernen, ist jetzt.

Besonders wenn Geige für dich ein Traum ist oder dir etwas Besonderes bedeutet.

3. Wie lange dauert es, bis man Geige spielen kann?

Natürlich lernen nicht alle gleich schnell, Geige zu spielen, aber wenn man sich fragt:

„Wie lange dauert es, bis man Geige spielen kann?“

Die Frage lautet für mich, was meinst du mit „Geige spielen?“ Denn es wird sehr von deinen Ziele abhängen.

Also hier ungefähr, was du erwarten kannst, wenn du durchschnittlich 20 Minuten am Tag übst:

Du wirst bereits nach nur wenigen Wochen sehr leichte Stücke erfolgreich spielen können. (Wie happy Birthday, das wir am Ende dieses Artikels zusammen lernen werden.)

Und wenn du die Grundlagen richtig gelernt hast, sollte es sich schon ganz in Ordnung anhören.

Dann um kleine Stücke zu spielen, wie Pachelbel’s Canon oder kleine Pop-Stücke wie die von Lindsey Stirling oder David Garett, wirst du zwischen drei und zwölf Monaten brauchen. Und da sollte es schon ganz gut klingen.

Und nach ungefähr sechs Monate könntest du anfangen, mit anderen zu spielen.

Es gibt auch Orchester für Anfänger, und nach einem Jahr könntest du einem beitreten oder in einer kleinen Gruppe spielen.

Bevor es sich sehr schön anhört, wenn du spielst, wird dies aber etwas länger dauern. Eher ein bis drei Jahre.

Und natürlich, wenn du richtige klassische Stücke spielen möchtest, die etwas anspruchsvoller sind, wie eine Mozart-Symphonie, Beethoven etc., wirst du ein paar Jahre brauchen.

Und wenn du die schwierigsten Geigenstücke spielen willst, dann eher zehn Jahre mit intensivem Üben.

Aber Geige ist nicht nur für Profis, solche Stücke brauchst du gar nicht spielen, und die meisten Stücke kann man schon nach sechs Monaten/zwei Jahren spielen.

Es wird natürlich sehr abhängig sein von den Methoden, die du benutzt, und wie motiviert und fleißig du bist.

4. Wie schwer ist es, Violine zu lernen

Ja, Geige ist schwer zu lernen. Geige zu lernen ist nicht wie Klavier oder Gitarre lernen. Besonders am Anfang geht das deutlich langsamer.

Aber wenn du wirklich motiviert bist, dann mach dir keine Sorge. Du wirst es erfolgreich lernen.

Wie schwer Geige lernen ist, wird wirklich von deiner Methode abhängig sein. DU musst unbedingt die Methode für Erwachsene benutzen. Leider unterrichten die meisten Geigenlehrer für Kinder und Erwachsene dieselbe Methode.

Viele sagen auch:

Du musst einfach noch mehr üben!

Für mich ist das überhaupt keine Lösung. Üben - ja, sicher! Aber die große Frage ist: Wie üben?

Das zeige ich dir am Ende dieses Artikels.

1. Geige kaufen oder mieten?

Am Ende dieses Artikels wirst du eine komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung finden,  aber dafür brauchst du natürlich erst:

Eine Geige und einen Bogen.

Und dabei hast du zwei  Möglichkeiten:

Du kaufst dir gleiche eine Geige.

Oder du mietest eine.

Eine Geige zu mieten, kostet in der Regel zwischen 14 und 20 € pro Monat, abhängig von der Geigenqualität.

Eine spielbare Geige zu kaufen, kostet mindestens 100 €.

Du denkst jetzt wahrscheinlich, es ist viel günstiger, eine Geige zu kaufen.

Aber ist es nicht, denn es gibt viele Faktoren, die du mit einbeziehen musst.

Erstens, jede Geige braucht regelmäßig kleine Reparaturen und Anpassungen. Seiten müssen auch jedes Jahr oder maximal alle 2 Jahre gewechselt werden. Selbst die Bogenhaare müssen gewechselt werden.

Und wie beim Auto gibt es viele kleine Probleme, die auftreten können, und die nur Geigenbauer lösen können.

Und wenn du eine Geige mietest, dann ist alles inklusive.

Hinzukommt, dass die gemieteten Geigen einen Anschaffunswert  von in der Regel zwischen 400 und 800 € haben.

Für den Anfang würde ich dir empfehlen, eher eine Geige zu mieten oder eine Geige für 100 € zu kaufen.

Kaufe zunächst keine bessere Geige, denn du wirst anfangs nicht zwischen einer guten oder schlechten Geige unterscheiden können.

Mehr über Geige kaufen, und worauf du achten musst, findest du hier.

Und hier wo du eine bei einem Geigenbauer in deiner Nähe mieten kannst.

2) Richtiges Zubehör für meine Geige

Mit deiner Geige und deinem Bogen wirst du auch:

Einen Geigenkoffer brauchen, um sie zu schützen und zu transportieren.

Ein Kolophonium für die Bogenhaare.

Und eine Schulterstütze, damit du die Geige korrekt hältst.

Wenn du eine Anfänger-Geige kaufst oder mietest, sollte alles dabei sein.

Ich würde dir nur empfehlen, zusätzlich einen Notenständer zu kaufen, damit du keine schlechte Haltung annimmst.

So stehen die Noten auf korrekter Höhe,und du wirst beim Üben automatisch aus stehen.

3) Geigennoten finden

Um Geige zu spielen, wirst du natürlich Noten brauchen.

Es gibt manche Noten für Anfänger, bei denen man nicht Notenlesen können muss.

Da steht einfach, welche Finger du auf welche Saite und in welcher Reihenfolge setzt.

Klingt toll?

Ist es aber nicht. Wenn du nur vorhast, Lebenslang nur ein paar einfache Kinderlieder zu spielen, dann ist es eine schnelle und tolle Lösung.

Wenn du aber vorhast:

- Mit mehreren Menschen zu musizieren

- Im Amateur-Orchester zu spielen

- Deine Lieblingslieder bald spielen zu können

- Direktzugriff auf tausende von kostenlosen Noten zu bekommen

- Geige richtig schön spielen zu können

Dann wirst du richtig Notenlesen lernen müssen. Und dies ist nicht so schwer, wie du denkst.

Eine Anleitung dafür findest du z. B. in meinem Buch „Geige lernen mit Erfolg als Erwachsener“ oder auf verschiedenen Websites.

4) Geige lernen: kann man sich Geige spielen selbst beibringen?

Wenn „Geige spielen selbst beibringen“ bedeutet ganz allein, ohne irgendwelche Hilfe Geige zu lernen.

Dann ist die Antwort natürlich nein.

Aber in unserer modernen Zeit gibt es viele Wege, an Kenntnisse zu gelangen.

Eine Möglichkeit ist natürlich ein Geigenlehrer.

Aber seit tausenden von Jahren wurden die Kenntnisse von Generation zu Generation größtenteils mit Büchern übertragen.

Heutzutage gibt es zudem andere Medien, Kenntnisse weiterzugeben, insbesondere Videos, die du in Online-Kursen findest, sind dafür sehr effektiv.

Was für dich am effektivsten wäre, werden wir jetzt sehen.

5) Bücher für die Geige

Kann man die Geige nur mit Büchern lernen?

Leider nein.

Aber es gibt trotzdem Bücher, die dir helfen können, dein Geigenspiel deutlich zu verbessern.

Für Anfänger gibt es nicht so viele Bücher.

Eins davon ist natürlich mein Buch „Geige lernen mit Erfolg als Erwachsener, das du für 19,90 € auf Amazon bestellen kannst, oder für 6,90 € hier auf meiner Website.

Andere Bücher für Anfänger findest du hier.

Ich kenne die nicht persönlich, bin mir aber sicher, dass du damit einiges lernen kann.

Für Fortgeschrittene gibt es richtig gute Bücher, wie die von Ivan Galamian, Simon Fischer oder Leopold Auer.

6) Online-Kurse um Geige zu lernen

Ich selbst liebe Bücher, lese sehr viel und bin Autor von einem.

Aber bei der Geige ist es leider wichtig, die Sache hören und sehen zu können.

Und deswegen sind Videos viel effektiver.

Aber nur wenn sie wirklich als Unterricht und von einem richtigen Geigenlehrer gestaltet sind.

Was ich damit meine, man kann mit YouTube-Videos sehr viel lernen.

Und du wirst hier auf meiner Website viele kostenlose Videos finden.

Aber wenn du nur mit diesen Videos oder anderen YouTubeVideos lernst, dann wird dies deine Fortschritte wirklich begrenzen.

Es gibt einen Grund, warum meine YouTube Videos zwischen 5 und 15 Minuten dauern, während die Videos meiner Online-Kurse 60 Minuten dauern.

Die einen sind nur kurze Anleitungen, die anderen sind echte Lektionen, um Geige erfolgreich zu lernen.

Und es gibt viele Erwachsene, die nur mit Online-Kursen Geige gelernt haben, und jetzt ihre Lieblingsstücke spielen oder mit anderen Musikern auftreten.

Hier findest du Online-Kurse für jedes Niveau.

Ein bisschen später wirst du übrigens die Geschichten von vielen Erwachsenen erfahren, die Geige lernen. 

7) Geigenlehrer und Musikschulen

Ein Weg, der den meisten bekannt ist, ist, eine Musikschule oder einen privaten Geigenlehrer in seiner Nähe zu finden und sich dort anzumelden.

Die Gebühren liegen für Erwachsene generell ab 80 € pro Monat.

Hier kannst du eine Musikschule vor Ort finden.

Das Problem ist, dass die meisten Geigenlehrer (besonders bei Musikschulen) zu 80/ 90 Prozent ihrer Zeit nur Kinder unterrichten und deswegen keine gute Methode für Erwachsene haben.

Dein Erfolg wird sehr von deinem Geigenlehrer abhängen.

Je besser dein Geigenlehrer und geeigneter seine Methode, desto schneller und erfolgreicher wirst du Geige lernen.

8) Wie viel sollte man üben?

Dies hängt sehr von deinen Zielen ab, und wie effektiv du übst.

Ich habe sogar eine Schülerin, die nur während des Unterrichts mit mir übt, und trotzdem Fortschritte macht.

Ich würde dir dies aber nicht empfehlen.

Am besten ist es, durchschnittlich mindestens 20 Minuten am Tag zu üben.

Es ist auch besser, jeden Tag ein bisschen zu üben, auch nur 5 Minuten, als am Wochenende zwei Stunden zu üben.

Und jetzt, wenn du schon deine Geige hast, dann lass uns anfangen und deine ersten Töne spielen.

III. Geige lernen als Anfänger – Schritt-für Schritt-Anleitung

Du fängst gerade an Geige zu lernen und fragst dich womit du anfangen sollst:

Wie du deine Geige und Bogen halten musst?

Wie du einen schönen Klang an der Violine bekommst?

Wie du die Töne greifen kannst und eine saubere Intonation bekommst?

Heute zeige ich dir das alles. Wir werden dazu dein erstes Stück (Happy Birthday) zusammen lernen. Und es funktioniert:

egal wie alt oder begabt du bist.

IV. Die perfekte Geigen- und Bogenhaltung

Du bist Anfänger und willst Geige erfolgreich lernen, damit sich deine Stücke richtig schön anhören? Dann verliere keine Zeit, melde dich bei meinem Kurs "Der perfekte Anfang".

--> Der perfekte Anfang

Mit insgesamt mehr als  6 Stunden Videos, 40 Aufnahmen von allen Noten und Übungen sowie 11 PDF-Noten von unterschiedlichen Stücken und Übungen, wirst du alle Grundlagen der Geige von Anfang an, Schritt für Schritt lernen.

Hast du vor kurzem mit der Geige begonnen und fragst dich was du als Anfänger als Erstes lernen solltest?

Dann bist du hier genau richtig.

Ich werde dir gleich in 11 Schritten zeigen, wie du die perfekte Geigenhaltung UND Bogenhaltung bekommst, damit du Geige erfolgreich lernst.

Es sind genau die Schritte, die ich beim Geigenunterricht meinen Schülern beibringe und die dir ermöglichen, in kurzer Zeit Geige erfolgreich zu lernen,  egal, ob diese erwachsen sind oder vorher nie Musik gemacht haben.

Hi, mein Name ist Antoine Morales, ich bin professioneller Geiger und Autor des Buches „Geige lernen mit Erfolg als Erwachsener“.

In den 11 Schritten werde ich dir dazu erklären, ob du eine Schulterstütze für deine Geige benutzen musst und werde dir genau zeigen, wo do jeden Finger auf den Bogen halten musst.

Die letzten Schritte sind am Wichtigsten, also höre gut zu bis zum Ende.

Vielleicht fragst du dich was passiert, wenn man eine schlechte oder ungefähre Haltung annimmt?

Ein schlechter Klang, große Schwierigkeiten die Töne richtig zu treffen, Unsicherheit, Spannung und Schmerzen beim Geigespiel.

Damit du im Gegenteil Geige richtig lernt, folge jetzt genau diesen 11 Schritten.

Wir beginnen mit der Geigenhaltung und kommen dann zur Bogenhaltung.

1. Schulterstütze stellen

Schritt 1: Ist deine Schulterstütze richtig einzustellen. Das Modell ist ziemlich unwichtig. Du hast vielleicht gesehen, dass manche Geiger ohne Schulterstütze spielen. Solltest du das auch machen?

Nein. Vor hundert Jahren gab es keine Schulterstütze und deswegen spielen manche Geiger bis heute ohne. Aber es gab vor hundert Jahren auch keine Computer.

Und es gibt einen Grund, warum die besten Geiger der heutigen Zeit, egal ob Leonidas Kavakos, Janine Jansen oder David Garett, eine Schulterstütze benutzen:

Es ist damit viel einfacher.

Um die Schulterstütze richtig zu stellen, drehe sie erstmal in die richtige Richtung, sodass sie in die Gegenrichtung deiner Geige gebeugt ist Stelle sie dann erstmal auf die linke Seite, ziemlich tief nach unten.

Dann auf die rechte Seite, und ziehe sie ein bisschen nach unten, bis diese stabil steht.

2. Geradeaus stehen

Jetzt kommt Schritt 2.

Du wirst in gerader Richtung stehen. Das ist sehr wichtig, wenn du keine Rückenschmerzen bekommen möchtest. Wenn du das nicht tust, würdest du ziemlich schnell so werden:

Falls du im Sitzen üben willst, wie es in einem Orchester üblich ist, dann achte darauf, den Rücken gerade zu halten und stabil auf deinen Beinen zu sitzen.

3. Geige über die Schulter zum Hals bringen

Du wirst deine Geige in die linke Hand nehmen und sie über deine Schulter in Kontakt mit deinem Hals bringen.

Bleibe dabei völlig gerade.

Ein häufiger Fehler ist es, den Kopf nach vorne zu beugen, um die Geige zu halten. Lasse deinen Kopf gerade und schaue nach vorne. Gerade bleiben und jetzt die Geige zum Hals bringen.

4. Kopf über den Kinnhalter stellen

Jetzt kommt der nächste Schritt. Du wirst deinen Kopf leicht nach links drehen und dein Kinn über den Kinnhalter setzen. Versuche dabei nur das Gewicht deines Kopfes zu nutzen und den Hals entspannt zu lassen. 

Im Gegenteil dazu was einige Geigenlehrer der alten Schule sagen wirst du dann die Geige zu 50% mit dem Kopf und zu 50% mit der linken Hand halten.

Versuche nicht die ganze Zeit die Geige nur mit dem Kopf zu halten, sonst wirst du wahrscheinlich Schmerzen und vielleicht eine Sehnenscheidenentzündung bekommen.

Wenn du dir Videos der besten Geiger anguckst, wirst du merken, dass diese oft die Geige sehr hochhalten. Es ist natürlich nur möglich, wenn du die Geige auch mit der linken Hand unterstützt.

5. Winkel anpassen und rechte Schulter entspannen

Jetzt wirst du den Winkel deiner Geige anpassen: Zu viel nach außen ist unbequem, aber zu viel ins Zentrum ist auch nicht so gut.

Am besten zeigt die Geige auf 9 oder 10 Uhr.

Am wichtigsten ist es, dass deine Haltung sich sicher und entspannt anfühlt. Überprüfe auch, dass du dabei deine Hand richtig drehen kannst, damit all deine Finger die Saite berühren können.

Wie genau du deine linke Hand und Finger auf die Geige stellen musst, um Töne zu greifen, werden wir im dritten Tutorial dieser Serie zusammen ansehen.

Für den Moment kannst du am besten deine Hand hier positionieren. Gewöhne dich schon daran, dass deine Hand in Verlängerung deines Armes steht.

So vermeidest du ein paar Fehler:

Überprüfe, dass dein linker Ellbogen entspannt nach unten zeigt und nicht zur Seite. Dein Ellbogen sollte auch nicht an deinem Körper lehnen, sondern du solltest die Geige wirklich hochhalten.

Überprüfe auch wieder, dass deine linke Schulter entspannt nach unten sinkt, man neigt dazu sie immer wieder zu heben.

Und bewege ein bisschen den Kopf nach links und rechts, um zu sehen, dass dein Kopf und Nacken frei bleiben.

Für die Geige ist es erstmal alles, mehr dazu werden wir in den nächsten Videos sehen.

Jetzt machen wir also weiter mit dem Bogen.

6. Bogen -> Arm und Finger auf eine Ebene bringen

Lasse die Geige jetzt liegen.

Für den Bogen ist es am wichtigsten, erstmal den Arm richtig zu positionieren. Also wirst du erstmal ohne Bogen deinen ganzen Arm auf eine Ebene bringen.

Rechte Schulter, Oberarm, Ellbogen, Unterarm, Handgelenk, Hand und Finger.

Alles sollte sich erstmal auf einer einzigen Ebene befinden. 

Wie du siehst zeigen selbst meine Finger ganz geradeaus. Aber natürlich wird das nicht so bleiben.

7. Daumen + Dritte Finger --> Schlüsselring

Dann wirst du mit deinem Daumen und deinem dritten Finger einen Ring abbilden und damit den Bogen innerhalb dieses Rings stellen.

Die einzige Aufgabe dieser Finger ist es, sicherzustellen, dass dein Bogen nicht fällt.

Du musst es dir als einen Schlüsselring vorstellen: deine Finger bilden den Ring, der Bogen steht darin und kann deswegen nicht fallen.

Deine Finger umfassen nicht den Bogen, sie lassen ihm ganz frei. Überprüfe jetzt, wie feste dein Bogen liegt und nicht fallen kann.

Jetzt wirst du deinen Schlüsselring genau zwischen dem Frosch (das schwarze Holz) und den Lederabzug stellen. Und damit dein Bogen nicht fällt wirst du ihn über deiner linken Hand ruhen lassen.

Jetzt bringe wieder deinen ganzen Arm und deine Hand auf dieselbe Ebene.

8. Druck des Zeigefingers

Und jetzt kommt der wichtigste Finger überhaupt: Der Zeigefinger.

Aber egal wie wichtig er ist, ohne alle Schritte wirst du keinen schönen Klang erzeugen können, also bleibe dran.

Er wird leicht gestreckt über den Bogen kommen. Seine Rolle ist es, das Gewicht deines ganzen Armes auf die Saiten zu übertragen und damit einen Klang zu erzeugen.

Du wirst auch Spannung direkt mit deinem Zeigefinger erzeugen. Drücke dazu einfach mit dem Zeigefinger über den Bogen und du wirst es bei deiner linken Hand wahrnehmen.

Du kannst auch sehen, wie die Stange nach unten kommt. Aber damit es wirklich effektiv ist, gibt es eine kleine Bewegung, die du unbedingt machen musst.

9. Armrotation

Du wirst dazu deinen Arm in Richtung Geige leicht drehen. 

Dies nennt man Pronation.

Diese kleine Bewegung ist sehr wichtig, damit du tatsächlich das Gewicht deines Armes später auf die Saite überträgst.

Wenn du das Gegenteil machst, dann kannst du sehr gut beobachten, wie dein Zeigefinger keine Spannung mehr auf den Bogen aufbaut. 

Ganz im Gegenteil, wenn du deinen Arm nach links drehst, dann kannst du wahrnehmen, wie du mehr Spannung auf deinen linken Arm überträgst.

10. Ringfinger --> über die Kugel

Als nächstes sehen wir uns den Ringfinger an.

Dein Ringfinger wird genau seitlich über die kleine Kugel kommen. 

Der Ringfinger hat eine unterschiedliche Rolle.

Erstmal, um die Beugung des Bogens zu stabilisieren. Wenn du spielst, willst du die ganze Zeit so spielen, dass die Stange genau über die Bogenhaare stehen und nicht so gebeugt.

Es ist ein Fehler, den ich oft beobachte, und die Konsequenz ist ein leiser und unsicherer Klang, da zu wenige Bogenhaare in den richtigen Kontakt mit der Saite kommen.

Die zweite Rolle deines Ringfingers wird es sein, die Winkel des Bogens mit den Saiten anzupassen. Und das, indem du damit den Arm nach vorne, oder  nach hinten bewegst.

Dabei überprüfe wieder, dass alles auf derselben Ebene bleibt. Die Bewegung kommt vom Ellbogen, aber dein Ringfinger überträgt dies auf deinen Bogen.

11. Kleine Finger über den Bogen

Und jetzt kommt der Finger, mit dem die meisten Fehler gemacht werden.

Der kleine Finger.

 Er wird einfach über den Bogen gelegt und dabei die ganze Zeit entspannt und gebeugt bleiben. Ich werde das wiederholen, denn viel machen es falsch und es ist für den Klang sehr schlecht.

Dein kleiner Finger wird gebeugt über den Bogen gelegt, also nicht gestreckt und bleibt dabei super entspannt. Warum ist das so wichtig? Zunächst stellt sich die Frage, was überhaupt die Rolle des kleinen Fingers ist. Diese ist es zu vermeiden, dass der Bogen nach links kippt, um damit den Bogen in der Luft stabil halten zu können.

Doch besonders als Anfänger wird dein Bogen sowieso die ganze Zeit auf der Saite bleiben. Was bedeutet:

Du wirst den kleinen Finger gar nicht brauchen. Du kannst auch gerade sehen, dass dein Bogen über der linken Hand liegt und dieser stabil bleibt. Es wird später mit der Geige nicht anders sein.

Aber wenn du stattdessen mit dem kleinen Finger auf den Bogen druckst, was passiert dann?

Ja, der Bogen schießt nach oben.

Was auch bedeutet, dass du auf einmal keine Spannung mehr mit deinem Bogen auf der Saite aufbaust und dadurch dein Klang sehr schwach und unsicher wird, was du sicher nicht möchtest.

Mache es also bitte nicht wie die meisten Anfänger und lasse die ganze Zeit deinen kleinen Finger ganz entspannt auf den Bogen.

Jetzt hast du die Grundlage, um deine erste Note zu spielen, aber du wirst bald merken, dass noch einiges fehlt, um einen schönen Klang zu bekommen.

Aber keine Sorge, ich zeige dir im nächsten Video genau, wie du einen wunderschönen Klang an der Geige erzeugen kannst.

BONUS: Willst du einen wunderschönen Klang an der Geige erzeugen? Wenn ja, du kannst jetzt zu meinem Kurs "Die 3 Faktorens des Klangs" für 17€ KOSTENLOS  teilnehmen.  Schreibe mir einfach hier an welche E-Mail-Adresse ich dir deine Zugangsdaten schicken soll.

Und jetzt habe ich eine Frage an dich: Für mich ist der wichtigste Aspekt, um Geige erfolgreich zu lernen, spezifische Ziele zu haben. Also lasse mich unter diesem Video in den Kommentaren wissen, was dein Ziel für dieses Jahr ist?

Schreibe es jetzt unten auf.

Jetzt weißt du, wie du deine Geige und deinen Bogen perfekt halten kannst, also werde ich dir im nächsten Tutorial zeigen, wie du einen Ton mit dem Bogen streichen kannst und noch wichtiger, wie du dabei einen wunderschönen Klang bekommst.

V. Erste Töne mit dem Bogen streichen 

In diesem zweiten Video meines Anfänger-Tutorials zeige ich dir heute, was meine 5 Grundregeln für einen schönen Klang sind..

Und es hat nicht mit den 3 Faktoren des Klangs zu tun.

Manche dieser Regeln werden von vielen nicht genutzt und andere kennst du vielleicht, aber viele nutzen diese nicht richtig.

Du wirst besonders lernen:

  • Was du immer als erstes machen musst, bevor du einen Ton spielst
  • Wie du vermeidest, unabsichtlich anderen Saiten zu streichen
  • Wie du einen gleichmäßigen Klang bekommst

BONUS: Willst du einen wunderschönen Klang an der Geige erzeugen? Wenn ja, du kannst jetzt zu meinem Kurs "Die 3 Faktorens des Klangs" für 17€ KOSTENLOS  teilnehmen. Hier kannst du dich zum Kurs anmelden:

--> Die 3 Faktoren des Klangs

Hier zeige ich dir auch wie du deine Geige stimmen kannst:

--> Geige stimmen Schritt-für-Schritt Anleitung

VI. Die erste Griffart auf der Geige 

Falls du kürzlich mit der Geige angefangen hast, dann fragst du dich wahrscheinlich:

Wo soll ich meine Finger auf der Geige platzieren?

Mit welchen Fingern soll ich jede Note spielen?

Wie spiele ich Noten mit Vorzeichen?

Wann sollte ich eine leere Saite oder den 4. Finger nutzen?

Heute erkläre ich dir das alles Schritt für Schritt und du wirst auch lernen:

  • Wie genau du deine linke Hand platzieren musst, um die Töne mühelos und sicher greifen zu können
  • Ob du die Hand für jede Saite bewegen musst (viele machen das falsch…)
  • Wo sich jede Note in der ersten Lage befindet

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--> Der perfekte Anfang

Mit insgesamt mehr als  6 Stunden Videos, 40 Aufnahmen von allen Noten und Übungen sowie 11 PDF-Noten von unterschiedlichen Stücken und Übungen, wirst du alle Grundlagen der Geige von Anfang an, Schritt für Schritt lernen.

VII. Happy Birthday auf der Geige spielen

Wäre es nicht schön, wenn du deinen Freunden oder der Familie zum Geburtstag Happy Birthday auf der Geige spielen könntest?

(Also, wenn du es für meinen Geburtstag spielen würdest, würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen!)

Deswegen zeige ich dir jetzt die Noten von Happy Birthday und wie du diese auf der Geige spielen kannst.

Ich werde dir auch zeigen:

  • Welchen Fingersatz du benutzen musst
  • Wie du das Stück Schritt für Schritt lernen kannst
  • Worauf du achten musst, damit es sich großartig anhört!

Viel Spaß damit und hoffentlich wirst du es ab jetzt öfter spielen!

VIII. 7 Fehler die dich daran hindern, Geige mit Erfolg zu lernen und Schmerzen bereiten

Hast du manchmal Schmerzen, wenn du deine Geige spielst?

Ich werde dir heute die 7 Fehler zeigen, die dir Schmerz bereiten und dich daran hindern Geige mit Erfolg zu lernen!

Ich habe schon vielen Schülern dabei geholfen genau dieses Problem zu lösen, also bin ich mir sicher, dass du nach diesem Video viel mehr Spaß beim Geigenspielen haben wirst, egal ob du Schmerzen im Rücken, Nacken, an der Schulter oder an den Fingern hast!

Ich werde dir gleich die 7 häufigsten Fehler zeigen, die Schmerzen beim Geigenspielen verursachen und wie du diese verhindern kannst. Das ist die Antwort auf die 3 ersten Fragen, die mir im Forum gestellt wurden und die ich jetzt wie versprochen beantworte. Es sind sehr grobe Fehler, die dich daran hindern könnten Geige mit Erfolg zu lernen, also höre gut zu.

1. Daumen der linken Hand

Katja aus Österreich hat mich gefragt, wie man den Daumen der linken Hand ganz entspannt lassen kann, damit man sich nicht verkrampft, Schmerzen bekommt und bald eine Pause machen muss…

Das ist ein ganz großes Problem, das gelöst werden muss, da es nicht nur wegen den Schmerzen problematisch ist. Es behindert einen nämlich auch dabei einfach mit dem Finger schnell spielen zu können, um in unterschiedlichen Lagen spielen zu können und um das Vibrato zu lernen.

Also das Problem ist ganz einfach zu lösen: Du musst nur deine Geigenhaltung ein bisschen ändern. Momentan hältst du sehr wahrscheinlich die Geige mit der Spitze deines Daumens. Und du drückst damit ganz fest auf die Seite des Geigenhalses. Es ist ja normal, denn der einfachste und beste Weg die Geige zu halten, ist nicht die Geige zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger zu halten, sondern den Daumen ein bisschen unter die Geige zu stellen. Du wirst auch nicht mehr die Spitze deines Daumens benutzen, sondern das erste Gelenk deines Daumens.

Positioniere dann einfach deinen Daumen so: Nicht unter die Geige, nicht seitlich der Geige, sondern dazwischen, diagonal.

Der Daumen soll dabei geradeaus zeigen. Dann, wenn du mit dem Finger auf die Saiten drückst, musst du mit deinem Daumen die Geige dagegen stützten. Du musst die Wahrnehmung bekommen, dass du mit den Fingern über den Daumen spielst. Überprüfe aber auch, dass du nicht zu sehr mit dem Finger auf den Saiten drückst, es ist ein sehr häufiger Fehler!

2. Geige richtig aufnehmen

Die zweite Frage war, wie kann man die Geige richtig aufnehmen und halten, damit man keine Rückenschmerzen bekommt. Dieses Problem habe ich schon unzählige Male gesehen und gelöst, also keine Sorge!

Der häufigste Fehler ist, nicht ganz gerade zu stehen: Viele beugen den Rücken nach vorne beim Spielen und bekommen deswegen Schmerzen.

Stelle also sicher, dass du wirklich gerade stehst. Dafür gibt es eine einfache Übung: Spiele einfach mit dem Rücken fest gegen eine Wand.

3. Kopf --> Schmerz

Ein anderer häufiger Fehler ist es, mit dem Kopf nach vorne zu spielen, anstatt ihn auch gerade zu halten. Dieser Fehler kommt vor, während man die Geige aufnimmt: Man versucht den Kopf auf der Geige abzustellen. Stattdessen, solltest du völlig gerade stehen und die Geige über deine Schulter in Kontakt mit deinem Hals bringen. Stelle erst dann deinen Kopf darüber ohne ihn nach vorne zu bewegen. Überprüfe auch, dass deine linke Schulter dabei entspannt und unten bleibt.

4. Notenständer

Ich empfehle dir auch, wenn du nach Noten spielst, einen geeigneten Notenständer zu benutzen, den du auf Augenhöhe stellen kannst:

Denn wenn du irgendwas benutzt um deine Noten zu halten und beim Spielen ständig nach unten gucken musst, wirst du schnell anfangen, gebeugt zu spielen, was für den Rücken und den Nacken gar nicht gesund ist.

5. Schulterstütze

Damit du die Geige bequem halten kann, ist es aber sehr wichtig, dass du vorher deine Schulterstütze richtig einstellst. Stelle sie erstmal auf eine gemütliche Höhe für dich ein und zwar so, dass der Winkel zwischen deiner Geige und dir beim Spielen bequem ist.

6. Kleine Finger

Die letzte Frage, die mir gestellt wurde, betrifft den kleinen Finger der rechten Hand. Dieser Fehler kommt auch sehr oft vor: Man bekommt dadurch nicht nur Schmerzen, sondern auch einen schlechten Klang.

Stelle deinen kleinen Finger so auf den Bogen, dass er locker und gekippt steht, ganz schön rund … und entspannt! Wenn du auf der Spitze spielst, wird sich dein kleiner Finger strecken, es ist normal, aber in den anderen Teilen des Bogens ist es sehr wichtig, dass er immer rund bleibt.

7. Kleine Finger wieder

Während du spielst, solltest du darauf achten, dass du das Gewicht deines Arms auf den Saiten überträgst und beobachtest was passiert, wenn du mit dem kleinen Finger auf den Bogen drückst?

Der Bogen geht nach oben und du überträgst kein Gewicht mehr auf die Saiten. Dazu, wirst du auch noch Schmerzen im kleinen Finger bekommen, was nicht wirklich angenehm ist!

Also, um diesen Fehler zu vermeiden, konzentriere dich einfach darauf, den kleinen Finger entspannt auf dem Bogen zu lassen. Eine sehr gute Übung dafür wäre erstmal ohne kleinen Finger zu spielen. Man braucht eigentlich den kleinen Finger nur während man am Frosch spielt und für manch spezielle Bogenstriche. Aber ansonsten, sollte er die ganze Zeit ganz locker auf dem Bogen stehen!

Jetzt weißt du wie du die wichtigsten Fehler vermeiden kannst, aber es fehlt dir immer noch das Wichtigste um Geige mit Erfolg lernen zu können:


IX. Die Geigenpyramide Methode

Hast du Schwierigkeiten beim Geige lernen, hast du das Gefühl, keine Fortschritte zu machen?

Vielleicht denkst du, dass du zu alt bist oder nicht begabt genug, um es zu lernen?

Aber wie wäre es, wenn du schöne Lieder auf der Geige spielen könntest und dein Umfeld daran Freude hat?

Ich möchte hier mit dir meine Methode teilen, die meine Schüler ermöglicht hat, schöne Stücke mit Erfolg zu spielen.

Ich werde dir zuerst erklären, warum du Schwierigkeiten mit der Geige hast und wie du diese angehen kannst.

1. Kleine Geschichte

Bevor ich als professioneller Musiker tätig werden konnte, musste ich natürlich selbst erst Geige spielen lernen.

Ich habe mich als Jugendlicher jahrelang mit schlechten Methoden herumgequält, habe damit zuerst sehr wenig Spaß am Geigespielen gehabt und auch nur geringe Fortschritte gemacht…

Ich war ziemlich frustriert, hatte ständig das Gefühl nur sehr langsam Geige zu lernen und das obwohl ich jeden Tag übte.

Manche technischen Probleme konnte ich trotz der Hilfe meiner Lehrer selbst mit viel Ehrgeiz nicht lösen.

Aber ich war entschlossen, Geige spielen zu lernen. Später habe ich das Glück gehabt, mit renommierten Geigenlehrern und Experten zu studieren. Hier lernte ich sehr effiziente Methoden und ich habe damit mein Geigenspiel gründlich aufbauen können.

Meine spieltechnischen Probleme konnten auf diese Weise Schritt für Schritt behoben werden und ich habe in dieser Zeit verstanden, dass eine klare und seriöse Methode das Wichtigste ist, um mit Erfolg Geige zu lernen!

Aus diesem Grund habe ich eine Methode entwickelt, die auf den Techniken, Übungen und Ratschlägen meiner eigenen Lehrer basiert, um Spaß an der Geige zu haben und Erfolge zu erzielen.

Ich setze meine Methode inzwischen erfolgreich bei meinen Schülern ein und bin überzeugt, dass auf diesem Weg das Geigenspiel verlässlich erlernt werden kann.

Wenn du wirklich Geige spielen willst, dann kannst du es auch lernen! Und dabei ist es gar nicht wichtig, wie alt du bist oder ob du besonders "begabt" bist.

Du musst einfach noch mehr üben!“ Wie viele Geigenlehrer sagen das zu ihren Schülern. Für mich ist das so überhaupt keine Lösung. Üben, ja sicher! Aber die große Frage ist: Wie üben?

Tipps: Du solltest jedes Mal deine Geige stimmen, ich zeige dir hier wie.

2. Die Methode

Es ist wichtig, dass du jeden Teil eines Stückes einzeln übst.

Damit meine ich nicht nur, dass du bei einem langen Stück einen musikalischen Satz nach dem anderen übst, sondern viel mehr, dass du die Schwierigkeiten teilst.

Das solltest du einzeln üben:

  •  Die Intonation
  •  Den Rhythmus
  •  Den Klang
  •  Die musikalische Phrasierung

3. Die Intonation

Die Intonation bedeutet wie hoch oder wie tief jeder Ton ist. Jede Note hat eine bestimmte Höhe und wenn die Noten ein bisschen zu tief oder zu hoch gespielt sind, lässt sich die Melodie nicht mehr erkennen.

Stelle dir einmal vor, dass jemand mit dir auf Niederländisch spricht: Du würdest schon etwas verstehen, aber nicht völlig.

Bei einer falschen Intonation ist es das Gleiche – die Musik wird nicht erkennbar sein (und von den Holländern auch nicht!)

Übungen:

Spiele jede Note deines Stückes nacheinander, ohne Rhythmus (jede Note gleich), sehr langsam. Achte darauf, dass jeder Ton stimmt.

4. Der Rhythmus

Hast du schon mal ein Schlagzeug gehört?

Damit spielt man nur Rhythmus. Ohne Rhythmus, würde ein Stück langweilig klingen und du würdest es nicht erkennen können.

Übungen:

Lasse deine Violine liegen und nimm einen Stift. Klopfe damit den Rhythmus deines Stückes. Klopfe gleichzeitig mit deinem Fuß das Tempo. Du musst den Rhythmus dem Tempo anpassen, nicht umgekehrt.

Spiele dann den Rhythmus mit der Violine über einen einzigen Ton (Zum Beispiel eine Leerseite).

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5. Der Klang

Der Klang, den du bei einer Violine erzeugst, ist besonders wichtig, denn selbst wenn deine Intonation und dein Rhythmus perfekt sind, wird es sich nie richtig schön anhören, wenn dein Klang nicht gut ist, oder wenn es Kratzen und Quietschen gibt.

Übungen:

Spiele dein Stück mit leeren Saiten: Und zwar genau so, wie es geschrieben steht, ohne die Töne jedoch mit der linken Hand zu spielen.

Du wirst also den Rhythmus über die richtigen Saiten spielen, ohne die linke Hand zu benutzen. Das kannst du zuerst ohne Bogenstriche spielen, damit es einfacher ist.

Spiele dann diese Übung auch mit den richtigen Bogenstrichen (Die Töne, die zusammen in einem Bogen gespielt werden) und der richtigen Artikulation (wenn zum Beispiel, Punkte oder Striche über den Noten sind).

Um den Klang, den du mit deiner Violine erzeugst generell zu verbessern, sehe dir mein Lern-Video „Die 3 Faktoren des Klangs“ an. Um es kostenlos zu bekommen, klicke jetzt einfach auf diesen Link und hinterlasse mir deine E-Mail-Adresse:

--> „Die 3 Faktoren des Klangs“

6. Die musikalische Phrasierung

Wenn du schon die Intonation, den Rhythmus und den Klang des Stückes meisterst, sollte es sich bereits ziemlich gut anhören.

Es wird sich aber anhören wie ein Computer.

An dieser Stelle ist es wichtig, dass du dir die Frage stellst: „Wie soll dieses Stück klingen, was soll rüberkommen?“

Übungen:

Du musst eine klare Vorstellung davon haben, wie du das Stück spielen möchtest. Während du spielst, solltest du dich jetzt hauptsächlich darauf konzentrieren jeden musikalischen Satz zu phrasieren.

Phrasieren? Wenn du sprichst, wirst du merken, dass du nicht jedes Wort gleich betonst und dass du mit Kommas und Punkte deinen Satz artikulierst.

In der Musik ist es das Gleiche. Du musst nur rausfinden, wo die Kommas und Punkte sind, und welche Töne besonders wichtig sind.

Allgemeiner Ratschlag

Du musst nicht unbedingt in dieser Ordnung üben, oder warten, dass deine Intonation perfekt ist, bevor du den Rhythmus übst. Übe jeden Tag etwas Anderes oder in einer anderen Ordnung. Es ist einfach wichtig, dass du dein Stück auf unterschiedliche Weise übst und so ein besseres Gefühl dafür entwickeln kannst.

X. Die Geschichten von 10 Erwachsenen, die Geige lernen

Vor kurz habe ich alle meine Newsletter Abonnente gefragt, ihre Geschichte mit anderen Erwachsene zu teilen, wie die Geige gelernt haben. Manche haben allein gelernt, anderen mit unterschiedliche Geigenlehrern und ein paar sind meine Schüler. Hier ihre Geschichten:

1. Die Geschichte von Denise

Hallo, ich bin Denise, Rentnerin seit fast einem Jahr und 64 Jahre alt. 

Mit 12 habe ich angefangen Geige zu lernen bei einem Lehrer dessen Fach nicht Geige war und mit einem „unmöglichen“ Instrument. Seiner Ansicht n war ich bereits viel zu alt.  Mit 14 habe ich wieder aufgehört, angeblich hatte er mir alles wicht  beigebracht. 

In Berlin wollte ich mit 25 wieder anfangen. Zusammen meiner Geige ging ich das neueröffnete Geschäft für Streichinstrumente und wollte  meine Geige reparieren lassen. Dort gab es  auch Kurse und eine Musikschule. Aber 1. nicht mit diesem Instrument und 2. ich wäre viel zu alt.

20 Jahre später habe ich in Luxemburg eine Lehrerin gefunden und mir eine neue Geige gekauft (die alte wollte niemand reparieren). Bei Catherine (Geigerin bei „les Musiciens“ in Luxemburg  habe ich in kurzer Zeit mehr gelernt, als in den 2 Jahren bei meinem 1. Lehrer.  In den 18 Monaten bei ihr habe ich bis Part 3 der Suzuki Violin School, Band 2 von Mathieu Crickboom und Schradiek Kapitel 5 gelernt. 

Aufgrund von erneutem Arbeitsplatzverlust und Umschulung, Alleinerzieher, Alleinernährer, hatte ich weder Zeit noch Geld, um Geigenstunden zu nehmen. 

Also habe ich wieder nur für mich ohne Lehrer gespielt wie in den Jahren zuvor, mit schlechten Gewohnheiten. 

Als es mir finanziell wieder besser ging, wollte ich eieder Stunden bei Catherine nehmen, aber leider war sie inzwischen verstorben. 

Dank Internet und Facebook habe ich Antoine Morales kennengelernt, vor allem durch seine kurzen Videos. Da bin ich wieder auf den Geschmack gekommen, weiter zu lernen. 

Seit Juli 2017 nehme ich an seinen Webinaren teil und seit Oktober 2017 zusätzlich 2 mal im Monat Geigenunterricht bei ihm via Skype. Durch seine Lehrmethoden bin ich viel weiter gekommen als je zuvor und als ich mir erträumt hatte. 

Meine Geige ist meine Freundin.  Durch das Geigenspiel konnte und kann ich die Welt um mich herum vergessen, sie hilft mir  sowohl  bei Stress, Trauer, Verzweiflung, Sorgen oder Freude, Heiterkeit als auch, wenn ich vor schwierigen Entscheidungen stehe.   

Durch das ständige Hinzulernen 

 ist es mein Anti-Demenz-Programm. 

Das tägliche Üben und Spielen sind mein Tageshöhepunkt. 

Meiner Meinung nach bin ich ein gutes Beispiel dafür, dass auch Erwachsene  trotz aller Widrigkeiten und Hindernisse, das Geigenspiel erlernen können. 

Mit dem richtigen Lehrer und der richtigen Lehrmethode klappt es. Wo ein Wille ist ...

Denise Weis, Luxembourg

2. Die Geschichte von Antje

Es war 1977 als ich die Geige sah, die mein Großvater in dem Jahr hinterließ, als er starb. Dieses Instrument berührte mich und ich beschloss im selben Moment, Geige lernen zu wollen.

Doch dazu kam es zunächst nicht, denn der Wunsch wurde allseits belächelt, galt doch Geige als schwer, nur besonders musikalischen Kindern vorbehalten und zudem für ein Anfangsalter von 5 oder 6 Jahren bestimmt, und ich war doch schon 12!

Es vergingen Schulzeit, Studium, Beruf, Hochzeit u.s.w., aber ich vergaß den Wunsch nie. Eines Tages mitten im Berufsstress erfuhr ich von meiner gleichaltrigen Cousine, dass sie wegen Umstiegs auf Querflöte ihre Geige nicht mehr benötigte und sie brachte sie mir. Da war sie wieder, diese Faszination!

Zunächst brauchte ich Saiten, schwierig, denn die Verkäuferin wollte auf meinen Wunsch hin nach „Anfängersaiten“ mir „halbe Saiten“ verkaufen, womit ich mich nicht ernst genommen fühlte und mich darin ebenso irrte wie in der Annahme, dass der dreizackige Dämpfer zum Kämmen der Bogenhaare bestimmt sei… Mit einer Geigenschule vom Flohmarkt (Ferdinand David von 1850) verbrachte ich im Alter von ca 35 Jahren die ersten Wochen und Monate, um mich im Stimmen und in der C-Dur-Tonleiter zu üben.

Ehrlich gesagt traf ich niemals einen einzigen Ton. Mein allererstes Notenstück „Ave Maria“ von Bach-Gounod, das es mir angetan hatte, scheiterte. Es waren Jahre ständigen Neubeginns, inzwischen kamen 3 Kinder zur Welt, bis es mich zu einem Laienorchester zog, bei dem ich mit Abstand die Allerschlechteste war und immer Angst hatte aufzufliegen, zumal ich weder wusste, was es mit dem „Lagenspiel“ auf sich hat noch Bogentechnik beherrschte.

Ein Jahr später nahm ich Unterricht, wodurch es sich besserte. Noch mehr aber haben mir die YouTube-Videos gebracht, auf die ich erst vor zwei Jahren stieß, denn als Erwachsener lernt man das Geigespielen anders als ein Kind.

Damit ist es mir immerhin gelungen, letztes Jahr die Eignungsprüfung für ein Musikstudium auf Lehramt HRG mit Geige als Hauptfach zu bestehen, obschon ich weiß, dass ich technisch immer noch sehr schlecht bin und meinen Lehrer an der Kölner Uni manchmal zur Verzweiflung bringe, von dem ich ebenfalls bereits sehr viel gelernt habe.

Es war und ist ein langer Weg voller Hindernisse aber auch voller Spaß. Mit den Möglichkeiten von heute wäre es einfacher gewesen, aber eins ist sicher: Es gibt kein „zu spät“ und das Wichtigste ist es, niemals aufzugeben.

Antje Höster-Nowakowski

3. Die Geschichte von Caty

Ich bin Caty, 35 Jahre alt und Journalistin und Nachhilfe-Lehrerin für sechs Sprachen.

Der Wunsch, als Erwachsene Violine zu lernen, kam von einem Tag auf den anderen. Alles begann mit einem äußerst berührenden Kinobesuch.

Ich sah den Film „Finn und die Magie der Musik.“

Der Klang der Violine in diesem Film verzauberte mich mehr, als es jemals zuvor bei Konzerten der Fall gewesen war. Ich wusste: Dieses Instrument möchte ich lernen! Ich wusste sofort, es auch als Erwachsene schaffen zu können!

Ich machte mich nicht auf die Suche nach einem guten Privatlehrer, sondern schrieb mich erst einmal in der Musikschule meiner Stadt ein. Der Lehrer bemühte sich sehr, so blieb ich drei Jahre dort.

Das pädagogische Konzept des Lehrers und der Lehrplan gingen mir viel zu schnell voran. Nebenher hatte ich viel in der Arbeit zu tun, und ich war einfach nicht motiviert, regelmäßig zu üben. Dabei wollte ich es so sehr!

Ich wusste, ich hatte Talent, spielte ich doch schon seit meinem 11. Lebensjahr Klavier. Doch es musste einen besseren Lehrer für mich geben! Bald darauf fand ich eine liebe, geduldige und besonders motivierte Lehrerin in meiner Stadt, die völlig anders unterrichtete als dieser erste Lehrer.

Parallel dazu stieß ich auf Antoine Morales und schrieb mich für die Geigenakademie ein. Ich bekam eine eigene Violine und nicht eine Leihvioline der Musikschule, die ich zuvor hatte. Eine eigene Violine ist etwas Wunderschönes!

Bei meiner neuen Lehrerin und in der Akademie bei Antoine Morales begann ich sofort, Motivation aufzubauen. Es gab so viel zu lernen und ich fing nach drei Jahren nochmals ganz von vorne an!

Das Schöne war jetzt das langsame und systematische Vorgehen beim Lernen der Violine. Es passierte ohne Druck und genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte: Systematisch und Schritt für Schritt.

Bei Antoine Morales kann ich für jeden Abend in der Geigenakademie ein Video von meinem Fortschritt vorbereiten, das von Antoine genau analysiert wird. Dazu gibt er hilfreiche Tipps, was ich bei meiner Haltung, der Intonation, beim Klang usw. verbessern kann. Wöchentlich gibt es ein Live-Seminar mit Antoine über ein bestimmtes Thema an der Violine.

Ich freue mich von Herzen, nun eine passende Lehrerin und parallel dazu Antoine für meinen Lernfortschritt an der Violine gefunden zu haben und freue mich schon jede Woche auf den nächsten Unterricht. Meine Violine und das Lernen dieses wunderschönen Instrumentes wird mich mein ganzes Leben begleiten!

Caty, 35 Jahre, Österreich

4. Die Geschichte von Michael

Hallo, liebe Leute, die ihr am Erlernen des Geigenspiels Interesse habt. Ich folge hier der Bitte von Antoine und berichte kurz von meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Geigenspielen.

Ich heiße Michael und bin jetzt 69 Jahre alt; mit anderen Worten: Ich bin nicht mehr berufstätig, sondern "in Rente".

Mit dem Erlernen des Geigenspiels habe ich erst vor 4 Jahren angefangen, da war ich bereits 65!

Zuvor hatte ich noch nie eine Geige selbst in der Hand gehabt, aber als Abonnent der Berliner Philharmoniker hat mich in deren Konzerten der Klang der Violinen schon seit langem fasziniert. Also habe ich mich nach dem Ende des Arbeitslebens in der städtischen Musikschule angemeldet, mit dem Ziel, das Spielen auf der Geige zu erlernen.

Seitdem habe ich jeweils 1 Unterrichtsstunde (45 Min.) pro Woche Einzel-Unterricht - von den diversen Schulferienzeiten natürlich abgesehen.

Nach diesen ersten 4 Jahren muß ich ehrlich feststellen, daß ich mir wohl eines der schwersten Instrumente ausgesucht habe. Es sind so viele Finger-Bewegungen und Handgriffe zu machen, die in meinen 69 Lebensjahren nicht gerade zu meinen alltäglichen Bewegungen gehört haben.

Und diese jetzt präzise und sauber auszuführen, ist für mich - nach wie vor - eine echte Herausforderung. Hinzu kommt, daß der rechte und der linke Arm jeweils etwas ganz anderes tun müssen.

Kurzum: Geigespielenlernen im fortgeschrittenen Alter ist meines Erachtens durchaus gut möglich, aber eben auch sehr schwierig. (Mein Geigenlehrer dazu: leicht kann ja jeder).

Trotzdem macht es mir jedesmal viel Freude, mich mit dem Instrument zu beschäftigen und durch viel Üben zu versuchen, immer ein wenig besser zu werden. Es gibt auch Erfolgserlebnisse, aber sie dauern etwas, und so muß man wirklich Geduld und Ausdauer mitbringen.

Aber klar ist: Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!

Daher: Viel Erfolg allen, die den Versuch einfach wagen.

5. Die Geschichte von Anette

Hi mein Name ist Anette Schrecker, ich bin 61 Jahre alt und spiele seit 2013 Geige. Mein erster Geigenlehrer war mein Enkel der in seiner Schule mit dem Geigenspiel angefangen hat. Ich schaute ihm zu und bekam plötzlich Lust mit ihm zu starten.

Die Geige meines Vaters wurde hervorgeholt und ich begann autodidaktisch anhand der Lernhefte zu üben.

Nach 2 Jahren besuchte ich die Musikschule. Und nach 3 Jahren traf ich per Zufall im Internet auf Antoine. Da ich inzwischen süchtig nach der Geige war startete ich als einer der ersten mit seiner Akademie.

Diese finde ich sehr praktisch, denn selbst nach meinem Umzug kann ich problemlos am wöchentlichen webinar teilnehmen. Ich kann sagen, dass ich wesentlich mehr bei Antoine gelernt habe als in der Musikschule vorher.

Und vor allem kann ich jederzeit sämtlichen Unterricht per replay wiederholen bzw. einzelne Bereiche nochmal intensiv üben. Antoine hat unendliche Geduld und hat ein völlig anderes Lernkonzept.

Fazit: man ist nie zu alt etwas zu lernen, sogar Geige klappt. Also keine Angst......starten, jeder verzögerte Tag wäre verschwendet.

Anette Schrecker

6. Die Geschichte von Katharina

ich komme aus dem Nordosten von Deutschland und arbeite als Grundschullehrerin. Vor zwei Jahren habe ich im Alter von 40 Jahren angefangen Geige zu spielen. Im ersten Jahr bekam ich ab und zu Tipps von einer Bekannten und dümpelte vor mich hin. Jetzt habe ich seit 10 Monaten Geigenunterricht an der örtlichen Musikschule und komme Schritt für Schritt voran.

Bereits in meiner Kindheit hatte ich den Wunsch, Geige zu lernen. Ab und zu hörte ich dieses Instrument bei meinem Großvater und wusste intuitiv: Das ist meins. Doch leider wurde nichts daraus. Man sagte, es sei zu schwer. 

Außerdem hatte die kleine Musikschule lange keinen Geigenlehrer. Stattdessen lernte ich intensiv Blockflöte, später auch Gitarre und ein wenig Klavier.

Die Geige kam wieder ins Blickfeld beim Tod meiner Oma. Damals war ich 27 Jahre alt. Ich erbte die Geige meines Großvaters. Das Instrument führte jedoch ein Schattendasein als Dekoration an der Wand oder Anschauungsobjekt in meinem Musikunterricht. Das tat dem Instrument nicht gut. Eine Saite war schon gerissen.

Im Alter von 40 Jahren hatte ich eine emotionale Krise. In dieser Situation kam aus meinem Innern die Geige wieder hoch, die reparaturbedürftig im Schrank schlummerte. Das Erbe war da, es musste nur noch angetreten werden. Ich ließ die Geige für 400 € wieder aufbauen. Das war der erste Schritt.

Ich wagte kaum daran zu denken auch noch das Geigenspiel zu lernen. Eine große Barriere im Kopf musste überwunden werden.

Deshalb ging ich recht zögerlich vor und übte zunächst allein. Ich musste im Verborgenen Sicherheit gewinnen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass das ungünstig war, da ich mir wichtige Techniken falsch aneignete. Dies wurde mit dem Unterricht an der Musikschule besser.

Positiv auf das Geigenspiel wirkt sich bei mir aus, dass ich schon andere Instrumente spiele. So muss ich z.B. keine Noten lernen. Schwieriger ist es für mich, die Tonhöhen korrekt zu treffen. Da hilft mir momentan das elektrische Klavier, das wir angeschafft haben. Mir gefällt es auch, mit meinem Geigenlehrer zweistimmig zu spielen. Die zweite Geige gleicht die Unsicherheiten aus.

Das Geigenspielen hat für mich eine große emotionale Komponente. Das Instrument meines Großvaters verbindet mich mit früheren Generationen und überspannt schon fast eine Zeit von 100 Jahren. Ein Kindheitstraum wird wahr, wofür ein anderer Traum sterben musste. Diesen Schmerz kann ich beim Spielen verwandeln.

Für mich als Lehrerin ist es auch sehr förderlich, mich in die Abläufe des Lernens hineinzuversetzen. Ich kann Unsicherheit, Überforderung, Unlust oder den Erfolg kontinuierlichen Übens selbst erfahren. Genau dies durchlaufen meine Zweitklässler, wenn sie z.B. die Malfolgen lernen. Einem Lernprozess kann sich aus meiner Sicht jeder motivierte Erwachsene stellen. Dazu kann ich nur ermutigen.  

7. Die Geschichte von Alfred

Hallo Antoine, meine Geschichte vom Geige spielen. Ich bin 69 Jahre alt im Ruhestand war früher in Elektro/Elektronik tätig.

Mein Hobby ist mit meiner HIFI Anlage musikhören, mehr Klassik mit Streichern aber auch Jazz, Rock usw.

Ich habe mir vor 3 Jahren ein billiges Violine-Set gekauft um die Geige  und den Bogen als Deko an die Wand zu hängen.

Mit Streichinstrumenten hatte ich nie probiert , mit 11 Jahren  lernte ich Akkordeon 3 Jahre bei den Klosternonnen.

Die Geige ist nicht lange an der Wand gehangen ich musste diese probieren ,habe dann im Internet nachgelesen über das Stimmen, Bogen kolophonieren, wo die Töne am Griffbrett sind und vieles mehr.

Da bin ich bei Youtoube  auf Deine Seite gestoßen und habe dann den ersten Kurs bestellt.

Siehe da nach einigen Übungen sind die ersten brauchbaren Töne schon entstanden.

Die Beschreibungen in Deinen Buch und die Erfolge in Deinen Kurs haben mich dann motiviert in die Musikschule zu gehen.

Seit 1,5 Jahren lerne ich bei einer Geigenlehrerin ,die sonst in einen Orchester in Salzburg beruflich spielt.

Es begann mit der G-Dur Tonleiter und dann ganz einfachen Stücke .Nach einen Jahr spielte ich die Tonleiter und Stücke so einigen maßen ,ich übte auch fast jeden. Tag  ca. eine Stunde.

Leider ist der Unterricht durch Corona ausgefallen da ich in Österreich direkt an der deutschen Grenze zuhause bin und in Bayern in die Musikschule besuchte. Durch die Grenzsperre aber kein Unterricht mehr möglich war.

Ich spiele jetzt schon leichte langsamere Stücke (natürlich sind auch Patzer ,Taktfehler usw. dabei)  zb. Deine Beethoven 5. ,Scotland the Brave, Amazing Grace, Bach Marsch aus Bauernkantate, Weihnachtslieder.

Da es mir mit dem Coronavirus zu gefährlich ist, gehe ich in die Musikschule nicht mehr weiter und werde bei Dir den Kurs für von Pachelbel  Canon in der nächsten Zeit mal machen

Bei  den achtel sechszehntel Noten brauche ich professionelle Unterstützung.  Der erste Kurs bei Dir und das Buch haben mich zum Violinspielen gebrach ,es geht auch im Alter auch wenn ab u. zu die Finger etwas weh tun aber da gibt es immer gute Salben .  

Wichtig ist wie Du im Buch schreibst Geduld und drann bleiben, im Ruhestand habe ich  ja Zeit genug zum Üben.

Eines ist auch sehr Unterstützend  beim Üben, ein gut klingendes Instrument mit weichen Saiten, einen guter Bogen und eine gut sitzende Schulterstütze ,denn auch am Anfang wenn noch sehr viel schräg klingt, klingt es mit eine billig China Geige noch schräger, das nervt dann. Das ist jetzt meine dritte Geige.

Zur Zeit spiele ich auf einer alten Violine aus Markneukirchen einen leichten Karbonbogen von Arcus , Warchal Timbre Saiten und eine Schulterstütze von Bonmusika ,daß läuft recht gut. Mein Ziel ist bei langsamen Stücken mit der Stereoanlage bei den CD s mitzuspielen, die Noten dazu gibt es im Internet .

Das es im Alter nicht mehr zu lernen ist das stimmt nicht, mein Kollege 65 Jahre alt hat auch vor 2 Jahren mit dem Cello angefangen, geht auch.

Was man beim Streichinstrumente lernen besonders braucht, ist  Geduld und nicht gleich aufgeben es braucht seine Zeit, denn die Erfolge kommen langsam aber sie kommen ,dann freut es einen natürlich noch um so mehr.

Zu meinem Gehör möchte ich noch dazu erwähnen, ich höre schlecht und habe zwei Hörgeräte diese sind aber beim Geigespielen überhaupt kein Problem, denn ich stelle sie vom Sprachprogramm auf mein Musikprogramm um und alles ist bestens, auch die feinen Klangunterschiede.

Alfred

8. Die Geschichte von Marcel

Mein Name ist Marcel ich bin 27 Jahre alt, bin dabei mich selbständig zu machen und habe schon immer den Traum gehabt Geige zu lernen und spiele seit 21 Jahren Klavier. 

Also schaute ich online nach Geigen, und hoffte was günstiges zu finden ich bestellte und stief auf Antoine Morales´ : Buch Geige Lernen mit Erfolg als Erwachsener. 

Mit den Tipps und den Videos auf Youtube konnte ich bereits in kurzer Zeit saubere Töne spielen. Ich empfehle allen Menschen die schon immer Geige spielen wollten, Probierts aus, es ist nie zu spät. 

Solange man die Finger bewegen, das Gehör benutzen kann, und solange man Spaß an der Musik hat, ist es nie zu Spät für irgendwas musikalisches.

Am Besten gefällt mir am Geige lernen, Das innere Glücksgefühl, wenn ich neue Töne sauber spielen kann, neue Griffe ausprobiere und der Ton sauber ist, und wenn ich ganze Stücke Krampf frei spielen kann.  

Das schwierigste ist wohl eher beim Greifen nicht zu verkrampfen, und den Bogen gleichmäßig über die Saiten zu ziehen ohne zu nah der Brücke oder dem Steg zu kommen. Sondern sauber in der Mitte zu bleiben. 

Danach ist alles nur reine Übungssache. 

9. Die Geschichte von...

Von Beruf bin ich im Bildungsbereich tätig, motiviere und begleite junge Erwachsene und Auszubildende in ihrem Lernprozess, dass sie mit Begeisterung sich zu fachlich qualifizierten Mitarbeitern entwickeln.

Bedingt durch eine Erkrankung, konnte ich meinen Beruf nicht mehr ausüben. Nach der Genesung wurde mir die Rückkehr an meinen geliebten  Arbeitsplatz nicht leicht gemacht.

Ich war auf der Suche, nach etwas Neuem, was mir in der schweren Zeit Hilfe und Kraft spendet. Da hatte ich die Idee, ein neues Instrument zu erlernen, denn  da ist der Erfolg hörbar.

Die Zweifel, inwieweit ich als Erwachsene Person mit über 40 Jahren dazu in der Lage sein werde, standen selbstverständlich meinem Wunsch gegenüber. Also habe ich entschieden zunächst mit einem günstigen Instrument mein Experiment zu beginnen.

Schon nach wenigen Stunden sang meine Geige, ganz bekannte Stücke, die ins Ohr gehen und das Herz berühren. AMAZING GRAZE, die bekannte Gavotte von Grossek, Barcarole von Jaques Offenbach und nicht zu vergessen Ode an die Freude von Beethoven.

Der Lernfortschritt ist mit täglichem Üben nicht zu überhören und es bereitet riesige Freude. 

In Corona-Zeiten habe ich das Fenster geöffnet und in italienischer Art Fenstermusik gespielt. Die vorbeischreitenden Personen berührte die Musik so sehr, sie klatschten Beifall und winkten mir freudestrahlend zu.

Somit hat die Musik nicht nur mir persönlich, sondern auch Mitmenschen in schweren Zeiten geholfen. Zusammenfassend kann ich nur jeden ermutigen, probiert es einfach selbst.

Ich persönlich konnte bereits Noten lesen und hatte gute musikalische Vorbildung, doch auch als klassischer Anfänger ist es zu schaffen. Der Klang geht direkt in die Seele und bringt sie zum lachen.

Meine Geige kann beides: weinen und lachen. Gerade wenn sie ein neues Stück erlernen, der Rhythmus noch nicht richtig ist, die Töne nicht rein angespielt werden weint meine Geige, doch mit einwenig Übung kommt die Freude und das Lachen meiner Geige springt über.

Spielen Sie mit und genießen sie die Kraft der Musik.

10. Die Geschichte von...

Geige lernen als Erwachsener?

Das geht durchaus wenn man sehr fleißig und brennend daran interessiert ist. 

Ich habe mit 42 Jahren als akademische Beamtin, naturwissenschaftlich ausgebildet, begonnen, da ich es als Kind nicht durfte und bin heute 80. Nach 5 Jahren Unterricht ging ich in ein Orchester, nach weiteren 5 Jahren in ein Laien Symphonie Orchester, wo die großen Werke gespielt wurden wie Mahler, Bruckner und von Beethoven fast alle Sinfonien, Haydn Schöpfung, Mozart Krönungsmesse und viele andere. In diesem Orchester war ich 25 Jahre.

Der Unterricht wurde anfangs nach einer Schule für Kinder erteilt, was schlecht  ist, weil ein Erwachsener anders lernt. So lernte ich keine Lagen und ließ mir das von einer Studentin nebenher zeigen. Meine Grundlagen waren daher nicht die besten.

Aber mit viel üben auch über Kopfhörer mit Streichquartetten und großen Orchestern gelang es mir, mitzuspielen, wenn auch nicht in der ersten Reihe der zweiten Geigen. Oft weinte ich vor Glück, nun endlich dabei sein zu können und die Strukturen der Werke näher kennen zu lernen, die den  Gesamtklang bilden.

Die Freizeit ist natürlich dann nur der Geige gewidmet mit täglich 3 Stunden üben nach dem Beruf, bei später 50 % Beruf auch 6 Stunden am Tag. Das Vibrato ist mühsam und lässt zu wünschen übrig und Solistin wollte ich nie sein. Die 7. Sinfonie von Beethoven machte mich sogar an der Schulter krank mit ihrem Rhythmus, so dass ich 1 Jahr pausieren musste. Bevor ich das Orchester jetzt verließ, war ich noch an der 9. Sinfonie von Beethoven beteiligt.

XI. Geige lernen für Kinder

1. Vorteile des Geige lernen für die Entwicklung des Kindes

Viele Studien haben herausgefunden, (sehe hier mehr Informationen, auf Englisch) dass Musik lernen die intellektuellen und motorischen Fähigkeiten von Kindern verbessert.

Aus meiner Erfahrung kann ich ebenfalls sagen, dass durch Geige lernen Kindern etwas Wichtigers beigebracht wirdklüger macht:

Disziplin

Bei der Geige werden automatisch gute Gewohnheiten belohnt, und schlechte bestraft.

Wenn man regelmäßig übt, dann klingt es jeden Tag besser.

Wenn man nicht übt oder unkonzentriert ist, dann lassen die Fortschritte schnell nach …

Und es klingt schlechter.

Geige spielen fördert sehr die Konzentration.

Jeder, der Geige lernt - Kind oder Erwachsener - merkt dabei schnell den Unterschied.

Entweder ist man beim Üben voll konzentriert, oder die Geige fängt direkt an, schlecht zu klingen.

Deswegen ist es sehr sinnvoll, seinem Kind Geige oder Musikunterricht zu geben, damit es sich besser entwickelt, bessere Noten in der Schule bekommt und später die Chance auf eine besser Arbeit hat.

2. Lernmethoden

Für Kinder ist es generell besser, in einer Musikschule anzufangen. Es ist für Kinder deutlich schwieriger, online zu lernen oder durch Bücher.

Eine Musikschule in deiner Nähe findest du hier.

Und was du sonst brauchst, findest du im zweiten Teil dieses Artikels.

Es gibt viele Methoden für Kinder. Bekannt sind z. B. die Suzuki- oder Vivaldi-Methode.

Diese Methode haben Vorteile und Nachteile.

Vorteil ist, dass die Kinder sehr nach Gehör lernen.

Nachteil ist, dass die meisten gar keine Noten lesen können.

Aber diese beiden Aspekte sind für mich genauso wichtig und sollten immer gleichzeitig erlernt werden. Indem man mit Noten UND Aufnahme unterrichtet, die die Kinder zu Hause benutzen können.

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